Vorsitzende sollen sich um jedes Mitglied kümmern

Zahlreiche Ehrungen beim ersten Eugen-Jaekle-Chorverbandstag nach Corona in Unterscheidheim.

Unterschneidheim. Zum ersten Verbandstag nach Corona, der 131. in der 135-jährigen Geschichte des Eugen-Jaeckle-Chorverbandes (EJC), trafen sich Vertreter von 105 Chor- und Gesangvereinen aus dem Altkreis Aalen und dem Landkreis Heidenheim. Der Liederkranz Unterschneidheim hatte die Turnhalle vorbereitet, bewirtete und umrahmte die Versammlung mit mehreren Chorvorträgen.

Mit dem Einzug des Verbandsbanners zum Lied der vereinten Unterschneidheimer Jugend-, Frauen und Männerchöre, Leitung Hubert Haaf, und der Feststellung der Tagesordnung eröffnete Rainer Grundler die Versammlung. Grußworte kamen von MdL Winfried Mack und Bürgermeister Johannes Joas.

Die Rechenschaftsberichte lagen mit der 67. Ausgabe der EJC-Mitteilungen den Vereinsverantwortlichen seit Anfang Mai vor. So konnten die beiden Vorsitzenden Rainer Grundler (Hermaringen) und Günter Hopfensitz (Ellenberg) ihre Berichte aufs notwendigste beschränken. Grundler forderte die Vereinsverantwortlichen auf, sich intensiv um jedes Mitglied zu kümmern: „Gerade nach Corona, wo doch manches Mitglied an Ausstieg denkt oder bereits ‚ausgestiegen‘ ist, haben der Vorsitzende und das ganze Vorstandsteam eine große soziale Aufgabe.“

Vorstandskollege Günter Hopfensitz berichtete von der großen „Flurbereinigung“ im Schwäbischen Chorverband. Die Zahl der Kreis-Chorverbände soll von derzeit 24 auf 10 verringert werden und die Verbandsgrenzen sollen an die Kommunalgrenzen angeglichen werden. Für den EJC würde das bedeuten, dass die 37 Chorvereine im Altkreis Schwäbisch Gmünd als weiterer Bezirk neben Aalen, Bopfingen, Ellwangen und Heidenheim zu Ostwürttemberg kommen würden. Hopfensitz verlas dazu eine E-Mail aus dem Chorverband Friedrich Silcher, wozu Schwäbisch Gmünd derzeit gehört, wo dieser Vorschlag strikt abgelehnt wird.

Die Jugendvorsitzende Michaela Ruf war enttäuscht, dass zum Jugendverbandstag nur vier Vereine von 20 erschienen waren. Sie setzte jedoch viel Hoffnung in die Zukunft, denn zum Kinder- und Jugendchortag am 30. Juli auf der Kapfenburg haben sich bereits sieben Kinderchöre und elf Caruso-Kindergärten angemeldet.

Rainer Grundler und Günter Hopfensitz dankten für 65 Jahre Singen im Chor Franz Scherer und Gustav Grimm vom Liederkranz Ellenberg, Anton Lindacher (Sängerkranz Unterriffingen), Konrad Starz (Liederkranz Dewangen) und Paul Gschwinder vom Liederkranz Abtsgmünd mit dem Ehrenbrief des Schwäbischen Chorverbandes. Frank Hosch ist seit 20 Jahren Vorsitzender des Chorbezirkes Aalen; er erhielt die Goldene Ehrennadel des EJC.

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Die stellvertretende Finanzvorsitzende Sabrina Rader und die Vorsitzenden Grundler und Hopfensitz wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. ⋌ng

 

 

©SchwäbischePost | 29.06.2022 | Hermann Sorg

Ehrungsabend des Eugen-Jaekle-Chorverbands Bezirk Heidenheim

Jubilare werben für das Singen im Verein

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Gesamtbild aller Jubilare

Mit dem Chorvortrag „Wo frohe Weisen klingen“ und „Welch ein Geschenk ist ein Lied“  gab die Sängerlust Hohenmemmingen unter der Leitung von Julia Schmid den schwungvollen Startschuss für den Ehrungsabend des Eugen-Jaekle-Chorverbandes.

Bezirksvorsitzende Renate Kraus stellte fest, dass der Eugen-Jaekle-Chorverband noch eine vergleichsweise gut funktionierende Chorlandschaft hat. Diesen Verdienst gab sie an die Jubilare weiter: „ Sie liebe Jubilare machen Werbung für das Chorsingen, wenn man 30,40,50, 60 oder 65 Jahre im Chor singt, tut man das, weil man Spass daran hat. Überzeugender kann man keine Werbung machen.“

Oberbürgermeister Dieter Henle würdigte das Engagement der Jubilare sich in der heutigen Zeit immer wieder zu dem Hobby Chorgesang zu bekennen und aktiv in ihren Vereinen mitzuarbeiten.

Verbandsvorsitzender Günter Hopfensitz dankte den Jubilaren für ihre langjährige Treue zum Chorgesang. Sie haben über Jahre erfahren, dass singen begeistert und verbindet, haben Freundschaften geschlossen und sind Teil einer Großen Chorfamilie.

 

Ehrungen

20 Jahre lang hat Andrea Wölfl die Chorleitung des Kinderchores der Sänger-Eintracht Sontheim inne. Mit dem „Spatzenchor“ hat sie verschiedene Kindermusicals aufgeführt, unter anderem zum Jubiläum -20 Jahre Kinderchor Sontheim- das Musical „Gemeinsam sind wir stark“. Für dieses jahrelange Engagement erhielt sie von der Bezirkschorleiterin Kristin Geisler die silberne Ehrennadel des Eugen-Jaekle- Chorverbands.  

Seit 30 Jahren ist Alfred Schauz Chorleiter beim Sängerkranz Fleinheim und wurde mit der goldenen Ehrennadel des Eugen-Jaekle-Chorverbands geehrt.

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Rainer Grundler, Kristin Geisler, Andrea Wölfl, Michaela Ruf, Renate Kraus, Günter Hopfensitz

 

Einige Sänger sind bereits seit 65 Jahren

Für ihre 65jährige Singtätigkeit bei der Sänger-Eintracht Sontheim wurden Lore Hörger und Katharina Thumm geehrt. Im Gesangverein Hermaringen ist Georg Rochau seit 65 Jahren aktiv. Für diese außergewöhnlich lange Treue wurden sie mit dem Ehrenbrief des Schwäbischen Chorverbands geehrt.

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Georg Rochau, Lore Hörger, Katharina Thumm

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Rainer Grundler, Georg Rochau, Lore Hörger, Katharina Thumm, Günter Hopfensitz, Renate Kraus

 

60 Jahre lang dabei sind Hans Bernhard und Josef Linder vom Schützen-und Gesangverein Frickingen, Hermann Hess vom Liederkranz Giengen, Karl Nusser und Paul Zink vom Gesangverein Niederstotzingen. Sie erhielten die Ehrennadel in Gold und eine Urkunde  Deutschen Chorverbands. 

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 Renate Kraus, Rainer Grundler, Hermann Hess, Karl Nusser, Paul Zink, Günter Hopfensitz

 

 

Eine solche gab es auch für diejenigen die 50 Jahre aktiv singen: Günter Maurer vom Sängerbund Bissingen, Georg Simon vom Gesangverein Bolheim, Anton Schmidt vom Schützen-und Gesangverein Frickingen, Elfriede Keim und Rosemarie Ruoß vom Liederkranz Giengen, Emma Brandstätter und Else Hangleiter vom Gesangverein Hermaningen, Erika Rotter, Hermann Wiedmann und Manfred Ortlieb von der Sängerlust Hohenmemmingen, Gerhard Blum-Delorme und Hartmut Maier vom Gesangverein Kleinkuchen, Christian Mickley und Wilfried Ott vom Gesangverein Niederstotzingen, Hannelore Schmid von der Liederlust Sachsenhausen und Erich Heidler vom Gesangverein Stetten ob Lonetal.

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Seit 40 Jahren singen Inge Banzhaf von der Sängereintracht Bergenweiler, Edmund Kraus und Josef Haas vom Sängerkranz Fleinheim, Dagmar Zaiss vom Liederkranz Giengen, Juliane Grün und Katharina Wenzlaw von der Liederlust Sachsenhausen, Marianne Hörger, Rainer Schauz und Theresia Strobel von der Sänger-Eintracht Sontheim, Erika Beißwanger vom Sängerkranz Steinheim und Adilina Finkel vom Gesangverein Stetten ob Lonetal. Sie wurden mit der silbernen Ehrennadel des Schäbischen Chorverbands ausgezeichnet.

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Die silberne Ehrennadel des Eugen-Jaekle-Chorverbands für 30 Jahre singen erhielten Martin Willer von der Chorgemeinschaft Dettingen-Heuchlingen, Franz Urban vom Gesangverein Eglingen, Petra Konold und Inge Schmid vom Schützen- und Gesangverein Frickingen, Angelika Jahn, Manfred Rathay und Ursula Rathay vom Liederkranz Giengen, Dieter Braun vom Liederkranz Mergelstetten, Inge Bauer und Inge Schmidt vom Sängerbund Oggenhausen, Marianne Unseld von der Sänger Eintracht Sontheim und Reinhold Hartmann vom Gesangverein Stetten ob Lonetal.

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©Heidenheim, 10.11.2021 | Renate Kraus

 

 


 

 

EJC Verbandstag 2021 M

Virtuelle Mitgliederversammlung des Eugen-Jaekle-Chorverbandes  

Das hatten sich die Verantwortlichen im Eugen-Jaekle-Chorverband (EJC), dem Zusammenschluss von 105 Gesangvereinen im Altkreis Aalen und im Landkreis Heidenheim, nicht vorstellen können: Beim ersten (und hoffentlich letzten) virtuellen Chorverbandstag – d.i. die alle zwei Jahre stattfindende Mitgliederversammlung - war mit 51 Vereinen nahezu die Hälfte aller Mitglieder vertreten. Die virtuell anwesenden Vereinsverantwortlichen stellten Fragen, verabschiedeten Satzungsänderungen und wählten neue und bestätigten bewährte EJC-Vorstandsmitglieder. Bei einem Testdurchgang Mitte der vergangenen Woche waren es gerade mal 28 Vereinsvorsitzende gewesen, die sich über die Internetplatform Zoom eingeloggt hatten. 

Der 2018 gewählte Nachfolger von Jutta Mack, EJC-Vorsitzender Rainer Grundler, war bestens mit der Konferenztechnik vertraut und führte inhaltlich souverän durch die Tagesordnung. Nachdem die Versammluing coronabedingt im vergangenen Jahr kurzfristig abgesagt werden musste, hatte der EJC mit einer 50seitigen Broschüre bereits im Februar 2021 alle Vereinsvorsitzende mit den Geschäftsberichten vertraut gemacht. So waren die Versammlungsberichte übers Internet kurz und knackig und auch die Rückschau des Vorsitzenden auf wenige Punkte beschränkt.

Das Jahr 2018 war, so Grundler, von den Besuchen auf der BuGa in Heilbronn geprägt gewesen. Sah es am Anfang mit den Anmeldungen nicht gut aus, so war schließlich der EJC derjenige Kreischorverband des Schwäbischen Chorverbandes, der mit den meisten Sängerinnen und Sängern in Heilbronn gewesen war. 2019 konnten noch überall Chorkonzerte und Vereinsjubiläen gefeiert werden; die letzte größere Veranstaltung war ein Adventskonzert des EJC-Bezirks Ellwangen im Dezember 2019 auf dem Schönenberg gewesen. Grundler forderte alle Vereinsverantwortlichen auf das Vereinsleben nicht hängen zu lassen: "Wenig tun ist allemal besser als gar nichts tun!"

Der Finanzvorsitzende Tobias Brenner legte die Jahresabschlüsse 2018-2020 online vor. Weil durch die "Coronaruhe" das Jahresergebnis 2020 etwas höher ausgefallen war, wird die Jahrespauschale von 30 Euro, die von jedem Verein für die eigene Verbandszeitschrift "EJC-Mitteilungen" erhoben wird, 2021 nicht eingezogen und verbleibt einmalig bei den Vereinen. Die Jugendvorsitzende Michaela Ruf berichtete von der Online-Hauptversammlung der Chorjugend im EJC, bei der am Vormittag  zehn von 25 Kinder- und Jugendchören beteiligt waren. 

Zügig gingen die Satzungsänderungen durch den vorgeschriebenen  Abstimmungsmarathon. Die geänderten Bestimmungen machen die Verbandsarbeit flexibler und offener, der Vorsitzende kann ab zwei gleichberechtigte Kollegen haben, der Vorsitzende der Chorjugendgehört ab jetzt dem geschäftsführenden Vorstand an, ein Schriftführer ist nicht mehr notwendig, weil die Protokolle von der Geschäftsführung erstellt werden und der Musikbeirat wird nicht mehr gewählt sondern vom Vorstand berufen.

Bei den routinemäßig anstehenden Wahlen wurde Finanzvorstand Tobias Brenner und Kassenprüfer Frank Kroboth wiedergewählt, zweiter Kassenprüfer ist Harald Neukamm von der Silberdistel Röttingen. 

Die langjährige Schriftführerin des EJC, Monika Rockmeier wurde für 32 Jahre Vorstandsarbeit zum neuen EJC-Ehrenmitglied ernennt und Hans Zyhailo vom EJC-Bezirk Bopfingen mit der Goldenen Ehrennadel für 20 Jahre koninuierliche Verbandsarbeit ausgezeichnet. Beiden Jubilaren hatte der EJC-Vorsitzende bei je einem privaten Besuch die Ehrungen überbracht.

Zum Abschluss der ersten virtuellen Verbandsversammlung bat Rainer Grundler die Aus- und Weiterbildungsangebote des Schwäbischen Chorverbandes anzunehmen und zur schnellen Information immer wieder und regelmäßig auf die Internetseiten der Chorverbände zu schauen.

Die technische Durchführung klappte reibungslos und ohne Schwierigkeiten. Sie oblag der Firma "Pro Stimme und Digitalwahl.org", einer 100prozentigen Tochter des Schwäbischen Chorverbandes. Der nächste Chorverbandstag wird (hoffentlich wieder) als Präsenzveranstaltung am 13. März 2022 in Unterschneidheim stattfinden.

Bildunterschrift

Nur auf dem Bildschirm sah man die wichtigen Frauen und Männer der größten Dachorgansiation der Gesangvereine in Ostwürttemberg (von links, obere Reihe): Vorsitzender Rainer Grundler, sein Stellvertreter Günter Hopfensitz und die Jugendvorsitzende Michaela Ruf, (untere Reihe, von links): Finanzvorsitzender Tobias Brenner, Musikchefin Kristin Geisler und die neue Pressereferntin Lena Wendnagel. 

Bericht und Foto: Hermann Sorg

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EJC Verbandstag 2021 M

Zwei Vorsitzende an der Spitze

Eugen-Jaekle-Chorverband novellierte die Satzung. Wegen Corona blieben viele Gesangvereine stumm. Hauptversammlung diesmal virtuell.

Von Klaus-Dieter Kirschner

Auch wenn die Zahl der Aktiven und die der Gesangvereine etwas zurückgegangen ist, fühlt sich der Eugen-Jaekle-Chorverband noch gut aufgestellt. Nach dem wegen der Covid19-Pandemie Verbandstage mit mehreren hundert Menschen nicht erlaubt sind, wurde die Jahresversammlung diesmal virtuell abgehalten. Was in normalen Präsenzveranstaltungen gut vier Stunden in Anspruch nimmt, konnte so in weniger als zwei Stunden erledigt werden. Die geheimen Wahlen mussten nicht mühsam Stimmzettel für Stimmzettel ausgezählt werden. Auch gab es bei der Aktualisierung der Satzung keine Wortmeldungen, sondern nur Zustimmungen weit jenseits der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit.

Folglich konnte am Ende der Verbandspräsident Rainer Grundler (Hermaringen) mehr als zufrieden sein mit diesem Nachmittag am Palmsonntag. Eine grundlegende Änderung gibt es an der Spitze der nunmehr 105 Gesangvereine im Landkreis Heidenheim und im Altkreis Aalen. Es gibt zwei gleichberechtigte Vorsitzende und keine Stellvertreter mehr. Die novellierte Satzung sieht sogar drei Vorsitzenden vor.

Hier wurde in die Zukunft gedacht, denn der Schwäbische Sängerbund hat eine gründliche Strukturbereinigung auf der Agenda. Statt bisher 24 Chorverbände blieben nach der Fusion noch zehn übrig. Der nach Heidenheims legendären Oberbürgermeister Eugen Jaekle benannte Sängergau bekommt den früheren Landkreis Schwäbisch Gmünd dazu und wird somit noch größer: Kreis Heidenheim und dann der ganze Ostalbkreis. Wäre da nicht Corona als der große Bremser, diese Raumneuordnung wäre schon längst in trockenen Tüchern.

Wegen der Corona-Pandemie sind die meisten Aktivitäten der Gesangverein auf null. Deswegen fiel auch vor Jahresfrist die Verbandsversammlung aus, die üblicherweise alle zwei Jahre einberufen wird. Um zurück in den Turnus zu finden, wurde am Sonntag beschlossen, bereits 2022 wieder zu tagen. „Dann hoffentlich in Präsenz und am 13. März in Unterschneidheim“, äußerte Rainer Grundler.

Was bei dieser virtuellen Versammlung fehlte, das war der Beifall. Und den hätten sich verschiedene Amtsträger verdient gehabt. Groß ist die Freude, dass der Eugen-Jaekle-Chorverband mit der Steinheimer Dirigentin Kristin Geisler nun wieder eine Verbandschorleiterin hat. Außerdem wurde auf dem Delegiertentag der Chorjugend Michaela Ruf (Herbrechtingen) wiedergewählt. Mit Lena Wendnagel stellte Grundler die neue Presse-Chefin der ostwürttembergischen Gesangvereine vor.

Dass die Chöre und die Gesangvereine extrem schwere Zeiten in der Pandemie durchmachen, beklagte Rainer Grundler und beleuchtete Ergebnisse einer entsprechenden Umfrage. Sie ist dennoch repräsentativ, auch wenn  nur 45 Prozent der Mitgliedsvereine sich beteiligt haben. 62 Prozent der Vereine beklagten die wirtschaftlichen Folgen des Ausfalls der Veranstaltungen aufgrund von Corona. 40 Prozent hielten sich mit Rücklagen-Entnahmen über Wasser. 60 Prozent der Vereine bezahlten die Chorleiter-Honorare weiter. 57 Prozent der Chorleiter arbeiteten chorisch oder auf andere Weise. Befremdlich nannte Grundler, dass 20 Prozent der Chorleiter trotz Honorar keinerlei Gegenleistungen brachten. Fünf Prozent der Vereine hielten keinen Kontakt zu ihren Mitgliedern. Grundler: „Wer auf Aussitzen gesetzt hat, sollte endlich aktiv werden. Die Mitglieder brauchen das Gefühl, dass sie noch dazugehören.“

Immerhin 36 Prozent der Vereine haben sich musikalisch engagiert. Stimmbildung, Online-Auftritte oder sogar Auftritte im Freien in kleinen Besetzungen haben Eindruck gemacht. Ein „gewisser Ausgleich für fehlende Einnahmen“ nannte Grundler die vom Staat gewährten Vereinszuschüsse, die Ende November 2020 ausgezahlt wurden.

Deutliche Kritik übte Grundler an den Landratsämtern in Aalen und Heidenheim im Zusammenhang mit der Pandemie: „Die Buchstaben des Gesetzes wurden dort besonders restriktiv interpretiert und umgesetzt. Was in der Region Stuttgart sich noch umsetzen ließ, war bei uns ein Ding der Unmöglichkeit. Das Singen im Chor avancierte zu einer höchst gefährlichen Angelegenheit. Chorproben wurden so ziemlich ans Ende der Lockerungsliste gesetzt.“

Schatzmeister Tobias Brenner legte die finanzielle Seite des Dachverbands der 105 Gesangvereine offen. Allein aus Mitgliedsbeiträgen wurden 12 860 Euro vereinnahmt, außerdem 2 350 Euro an Spenden. Weil diverse Veranstaltungen nicht sein konnten, steht unterm Strich ein Überschuss von 5 161 Euro. Im weiteren Verlauf der Hauptversammlung wurde daher beschlossen, den Vereinen etwas zurückzugeben. Einmalig verzichtet der Chorverband in diesem Jahr auf die 30 Euro je Verein als Umlage für die EJC-Jahresberichte.

Michaela Ruf beleuchtete den Chorjugend-Verbandstag, der am Vormittag virtuell über  die Bühne gegangen war.

Der bisherige Vize-Vorsitzende Günter Hopfensitz bei den Neuwahlen: „2020 war ein Jahr zum Vergessen. Ein kleines Virus hat die Welt verändert. Wenn wir ehrlich zu uns selber sind, dann hat das Virus auch uns zugesetzt... Ich wünsche mir eine zügige Rückkehr zur Normalität“. Bestätigt wurden einmütig Finanzvorsitzender Tobias Brenner sowie die Kassenprüfer Harald Neukamm und Frank Kroboth. Mit höchster Anerkennung wurde Monika Rockmeier als Schriftführerin nach 32 Dienstjahren verabschiedet. Sie wurde bei anderer Gelegenheit schon zum Ehrenmitglied ernannt.

 

Eugen-Jaekle-Chorverband in Zahlen

In den vergangenen drei Jahren haben drei weitere Vereine infolge Nachwuchsmangels den Betrieb eingestellt. Laut Auskunft der EJC-Geschäftsführerin Petra Kempf nahm die Zahl singender Kinder und Jugendlicher bis 14 Jahren von 847 auf 620 ab, die Zahl der Sängerinnen und Sänger in den Erwachsenen-Chören ging von 4241 auf 4076 zurück.

Insgesamt sind es also 4 687 Aktive in 105 Gesangvereinen. Bei der Chorjugend verringerten sich die Kinder- oder Jugendchöre von 30 auf 26. 9619 Personen unterstützen als passive Mitglieder die Arbeit der Gesangvereine.  In der Summe sind es also 14 306 Personen.  

Bild: An der Spitze des Eugen-Jaekle-Chorverbandes stehen in Zukunft die beiden gleichberechtigten Vorsitzenden Rainer Grundler (rechts) und Günter Hopfensitz (links). Die novellierte Satzung sieht fortan keine Stellvertretenden Vorsitzenden mehr.

©Heidenheimer Zeitung | Bericht und Foto: Klaus-Dieter Kirschner

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2019 EJCM

 

Die EJC-Mitteilungen erscheinen einmal im Jahr (jeweils im Frühjahr).

In unseren Mitteilungen möchten wir über besondere Aktivitäten und Neuerungen in der Vereinslandschaft berichten. Also Tipps und Infos von Vereinen für Vereine.

Redaktionsschluss für die Jahresausgabe, ist der 15.12. d. Jahres. 

Ihre Berichte und Fotos zu Chor- bzw. Jubiläumskonzerten können Sie jederzeit gerne per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden.

Eine aktuelle Veröffentlichung auf unserer Internetseite ist damit gewährleistet.

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