EJC Verbandstag 2021 M

Virtuelle Mitgliederversammlung des Eugen-Jaekle-Chorverbandes  

Das hatten sich die Verantwortlichen im Eugen-Jaekle-Chorverband (EJC), dem Zusammenschluss von 105 Gesangvereinen im Altkreis Aalen und im Landkreis Heidenheim, nicht vorstellen können: Beim ersten (und hoffentlich letzten) virtuellen Chorverbandstag – d.i. die alle zwei Jahre stattfindende Mitgliederversammlung - war mit 51 Vereinen nahezu die Hälfte aller Mitglieder vertreten. Die virtuell anwesenden Vereinsverantwortlichen stellten Fragen, verabschiedeten Satzungsänderungen und wählten neue und bestätigten bewährte EJC-Vorstandsmitglieder. Bei einem Testdurchgang Mitte der vergangenen Woche waren es gerade mal 28 Vereinsvorsitzende gewesen, die sich über die Internetplatform Zoom eingeloggt hatten. 

Der 2018 gewählte Nachfolger von Jutta Mack, EJC-Vorsitzender Rainer Grundler, war bestens mit der Konferenztechnik vertraut und führte inhaltlich souverän durch die Tagesordnung. Nachdem die Versammluing coronabedingt im vergangenen Jahr kurzfristig abgesagt werden musste, hatte der EJC mit einer 50seitigen Broschüre bereits im Februar 2021 alle Vereinsvorsitzende mit den Geschäftsberichten vertraut gemacht. So waren die Versammlungsberichte übers Internet kurz und knackig und auch die Rückschau des Vorsitzenden auf wenige Punkte beschränkt.

Das Jahr 2018 war, so Grundler, von den Besuchen auf der BuGa in Heilbronn geprägt gewesen. Sah es am Anfang mit den Anmeldungen nicht gut aus, so war schließlich der EJC derjenige Kreischorverband des Schwäbischen Chorverbandes, der mit den meisten Sängerinnen und Sängern in Heilbronn gewesen war. 2019 konnten noch überall Chorkonzerte und Vereinsjubiläen gefeiert werden; die letzte größere Veranstaltung war ein Adventskonzert des EJC-Bezirks Ellwangen im Dezember 2019 auf dem Schönenberg gewesen. Grundler forderte alle Vereinsverantwortlichen auf das Vereinsleben nicht hängen zu lassen: "Wenig tun ist allemal besser als gar nichts tun!"

Der Finanzvorsitzende Tobias Brenner legte die Jahresabschlüsse 2018-2020 online vor. Weil durch die "Coronaruhe" das Jahresergebnis 2020 etwas höher ausgefallen war, wird die Jahrespauschale von 30 Euro, die von jedem Verein für die eigene Verbandszeitschrift "EJC-Mitteilungen" erhoben wird, 2021 nicht eingezogen und verbleibt einmalig bei den Vereinen. Die Jugendvorsitzende Michaela Ruf berichtete von der Online-Hauptversammlung der Chorjugend im EJC, bei der am Vormittag  zehn von 25 Kinder- und Jugendchören beteiligt waren. 

Zügig gingen die Satzungsänderungen durch den vorgeschriebenen  Abstimmungsmarathon. Die geänderten Bestimmungen machen die Verbandsarbeit flexibler und offener, der Vorsitzende kann ab zwei gleichberechtigte Kollegen haben, der Vorsitzende der Chorjugendgehört ab jetzt dem geschäftsführenden Vorstand an, ein Schriftführer ist nicht mehr notwendig, weil die Protokolle von der Geschäftsführung erstellt werden und der Musikbeirat wird nicht mehr gewählt sondern vom Vorstand berufen.

Bei den routinemäßig anstehenden Wahlen wurde Finanzvorstand Tobias Brenner und Kassenprüfer Frank Kroboth wiedergewählt, zweiter Kassenprüfer ist Harald Neukamm von der Silberdistel Röttingen. 

Die langjährige Schriftführerin des EJC, Monika Rockmeier wurde für 32 Jahre Vorstandsarbeit zum neuen EJC-Ehrenmitglied ernennt und Hans Zyhailo vom EJC-Bezirk Bopfingen mit der Goldenen Ehrennadel für 20 Jahre koninuierliche Verbandsarbeit ausgezeichnet. Beiden Jubilaren hatte der EJC-Vorsitzende bei je einem privaten Besuch die Ehrungen überbracht.

Zum Abschluss der ersten virtuellen Verbandsversammlung bat Rainer Grundler die Aus- und Weiterbildungsangebote des Schwäbischen Chorverbandes anzunehmen und zur schnellen Information immer wieder und regelmäßig auf die Internetseiten der Chorverbände zu schauen.

Die technische Durchführung klappte reibungslos und ohne Schwierigkeiten. Sie oblag der Firma "Pro Stimme und Digitalwahl.org", einer 100prozentigen Tochter des Schwäbischen Chorverbandes. Der nächste Chorverbandstag wird (hoffentlich wieder) als Präsenzveranstaltung am 13. März 2022 in Unterschneidheim stattfinden.

Bildunterschrift

Nur auf dem Bildschirm sah man die wichtigen Frauen und Männer der größten Dachorgansiation der Gesangvereine in Ostwürttemberg (von links, obere Reihe): Vorsitzender Rainer Grundler, sein Stellvertreter Günter Hopfensitz und die Jugendvorsitzende Michaela Ruf, (untere Reihe, von links): Finanzvorsitzender Tobias Brenner, Musikchefin Kristin Geisler und die neue Pressereferntin Lena Wendnagel. 

Bericht und Foto: Hermann Sorg

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EJC Verbandstag 2021 M

Zwei Vorsitzende an der Spitze

Eugen-Jaekle-Chorverband novellierte die Satzung. Wegen Corona blieben viele Gesangvereine stumm. Hauptversammlung diesmal virtuell.

Von Klaus-Dieter Kirschner

Auch wenn die Zahl der Aktiven und die der Gesangvereine etwas zurückgegangen ist, fühlt sich der Eugen-Jaekle-Chorverband noch gut aufgestellt. Nach dem wegen der Covid19-Pandemie Verbandstage mit mehreren hundert Menschen nicht erlaubt sind, wurde die Jahresversammlung diesmal virtuell abgehalten. Was in normalen Präsenzveranstaltungen gut vier Stunden in Anspruch nimmt, konnte so in weniger als zwei Stunden erledigt werden. Die geheimen Wahlen mussten nicht mühsam Stimmzettel für Stimmzettel ausgezählt werden. Auch gab es bei der Aktualisierung der Satzung keine Wortmeldungen, sondern nur Zustimmungen weit jenseits der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit.

Folglich konnte am Ende der Verbandspräsident Rainer Grundler (Hermaringen) mehr als zufrieden sein mit diesem Nachmittag am Palmsonntag. Eine grundlegende Änderung gibt es an der Spitze der nunmehr 105 Gesangvereine im Landkreis Heidenheim und im Altkreis Aalen. Es gibt zwei gleichberechtigte Vorsitzende und keine Stellvertreter mehr. Die novellierte Satzung sieht sogar drei Vorsitzenden vor.

Hier wurde in die Zukunft gedacht, denn der Schwäbische Sängerbund hat eine gründliche Strukturbereinigung auf der Agenda. Statt bisher 24 Chorverbände blieben nach der Fusion noch zehn übrig. Der nach Heidenheims legendären Oberbürgermeister Eugen Jaekle benannte Sängergau bekommt den früheren Landkreis Schwäbisch Gmünd dazu und wird somit noch größer: Kreis Heidenheim und dann der ganze Ostalbkreis. Wäre da nicht Corona als der große Bremser, diese Raumneuordnung wäre schon längst in trockenen Tüchern.

Wegen der Corona-Pandemie sind die meisten Aktivitäten der Gesangverein auf null. Deswegen fiel auch vor Jahresfrist die Verbandsversammlung aus, die üblicherweise alle zwei Jahre einberufen wird. Um zurück in den Turnus zu finden, wurde am Sonntag beschlossen, bereits 2022 wieder zu tagen. „Dann hoffentlich in Präsenz und am 13. März in Unterschneidheim“, äußerte Rainer Grundler.

Was bei dieser virtuellen Versammlung fehlte, das war der Beifall. Und den hätten sich verschiedene Amtsträger verdient gehabt. Groß ist die Freude, dass der Eugen-Jaekle-Chorverband mit der Steinheimer Dirigentin Kristin Geisler nun wieder eine Verbandschorleiterin hat. Außerdem wurde auf dem Delegiertentag der Chorjugend Michaela Ruf (Herbrechtingen) wiedergewählt. Mit Lena Wendnagel stellte Grundler die neue Presse-Chefin der ostwürttembergischen Gesangvereine vor.

Dass die Chöre und die Gesangvereine extrem schwere Zeiten in der Pandemie durchmachen, beklagte Rainer Grundler und beleuchtete Ergebnisse einer entsprechenden Umfrage. Sie ist dennoch repräsentativ, auch wenn  nur 45 Prozent der Mitgliedsvereine sich beteiligt haben. 62 Prozent der Vereine beklagten die wirtschaftlichen Folgen des Ausfalls der Veranstaltungen aufgrund von Corona. 40 Prozent hielten sich mit Rücklagen-Entnahmen über Wasser. 60 Prozent der Vereine bezahlten die Chorleiter-Honorare weiter. 57 Prozent der Chorleiter arbeiteten chorisch oder auf andere Weise. Befremdlich nannte Grundler, dass 20 Prozent der Chorleiter trotz Honorar keinerlei Gegenleistungen brachten. Fünf Prozent der Vereine hielten keinen Kontakt zu ihren Mitgliedern. Grundler: „Wer auf Aussitzen gesetzt hat, sollte endlich aktiv werden. Die Mitglieder brauchen das Gefühl, dass sie noch dazugehören.“

Immerhin 36 Prozent der Vereine haben sich musikalisch engagiert. Stimmbildung, Online-Auftritte oder sogar Auftritte im Freien in kleinen Besetzungen haben Eindruck gemacht. Ein „gewisser Ausgleich für fehlende Einnahmen“ nannte Grundler die vom Staat gewährten Vereinszuschüsse, die Ende November 2020 ausgezahlt wurden.

Deutliche Kritik übte Grundler an den Landratsämtern in Aalen und Heidenheim im Zusammenhang mit der Pandemie: „Die Buchstaben des Gesetzes wurden dort besonders restriktiv interpretiert und umgesetzt. Was in der Region Stuttgart sich noch umsetzen ließ, war bei uns ein Ding der Unmöglichkeit. Das Singen im Chor avancierte zu einer höchst gefährlichen Angelegenheit. Chorproben wurden so ziemlich ans Ende der Lockerungsliste gesetzt.“

Schatzmeister Tobias Brenner legte die finanzielle Seite des Dachverbands der 105 Gesangvereine offen. Allein aus Mitgliedsbeiträgen wurden 12 860 Euro vereinnahmt, außerdem 2 350 Euro an Spenden. Weil diverse Veranstaltungen nicht sein konnten, steht unterm Strich ein Überschuss von 5 161 Euro. Im weiteren Verlauf der Hauptversammlung wurde daher beschlossen, den Vereinen etwas zurückzugeben. Einmalig verzichtet der Chorverband in diesem Jahr auf die 30 Euro je Verein als Umlage für die EJC-Jahresberichte.

Michaela Ruf beleuchtete den Chorjugend-Verbandstag, der am Vormittag virtuell über  die Bühne gegangen war.

Der bisherige Vize-Vorsitzende Günter Hopfensitz bei den Neuwahlen: „2020 war ein Jahr zum Vergessen. Ein kleines Virus hat die Welt verändert. Wenn wir ehrlich zu uns selber sind, dann hat das Virus auch uns zugesetzt... Ich wünsche mir eine zügige Rückkehr zur Normalität“. Bestätigt wurden einmütig Finanzvorsitzender Tobias Brenner sowie die Kassenprüfer Harald Neukamm und Frank Kroboth. Mit höchster Anerkennung wurde Monika Rockmeier als Schriftführerin nach 32 Dienstjahren verabschiedet. Sie wurde bei anderer Gelegenheit schon zum Ehrenmitglied ernannt.

 

Eugen-Jaekle-Chorverband in Zahlen

In den vergangenen drei Jahren haben drei weitere Vereine infolge Nachwuchsmangels den Betrieb eingestellt. Laut Auskunft der EJC-Geschäftsführerin Petra Kempf nahm die Zahl singender Kinder und Jugendlicher bis 14 Jahren von 847 auf 620 ab, die Zahl der Sängerinnen und Sänger in den Erwachsenen-Chören ging von 4241 auf 4076 zurück.

Insgesamt sind es also 4 687 Aktive in 105 Gesangvereinen. Bei der Chorjugend verringerten sich die Kinder- oder Jugendchöre von 30 auf 26. 9619 Personen unterstützen als passive Mitglieder die Arbeit der Gesangvereine.  In der Summe sind es also 14 306 Personen.  

Bild: An der Spitze des Eugen-Jaekle-Chorverbandes stehen in Zukunft die beiden gleichberechtigten Vorsitzenden Rainer Grundler (rechts) und Günter Hopfensitz (links). Die novellierte Satzung sieht fortan keine Stellvertretenden Vorsitzenden mehr.

©Heidenheimer Zeitung | Bericht und Foto: Klaus-Dieter Kirschner

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2019 EJCM

Die EJC-Mitteilungen erscheinen einmal im Jahr (jeweils im Frühjahr).

In unseren Mitteilungen möchten wir über besondere Aktivitäten und Neuerungen in der Vereinslandschaft berichten. Also Tipps und Infos von Vereinen für Vereine.

Redaktionsschluss für die Jahresausgabe, ist der 15.12. d. Jahres. 

Ihre Berichte und Fotos zu Chor- bzw. Jubiläumskonzerten können Sie jederzeit gerne per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden.

Eine aktuelle Veröffentlichung auf unserer Internetseite ist damit gewährleistet.

EJC Mitteilungen 2021 


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EJC Mitteilungen 02/2013

EJG Mitteilungen 01/2013

EJG Mitteilungen 02/2012

EJG Mitteilungen 01/2012 

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Chorleiterbörse 

 

Beachten Sie auch die Einträge in unserer Chorleiterbörse.

 

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Der Schwäbische Chorverband ändert seine Strukturen

Eigentlich sollte nachfolgender Artikel unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ an unserem Chorverbandstag zur Sprache kommen. In Anbetracht der Umstände denke ich, dass eine Unterrichtung zum jetzigen Zeitpunkt durchaus angebracht ist. Es stehen wichtige Dinge bei unserem Dachverband, dem Schwäbischen Chorverband, an. Aber der Reihe nach…

2020 SCV Logo 

Rainer Grundler und ich waren am 17. und 18. Januar dieses Jahr bei einer Sitzung des SCV in Stuttgart. Im Vorfeld wurden schon sämtliche Chorverbände nach ihren Strukturen und der gleichen Dinge mehr abgefragt. Dennoch waren alle Anwesenden, sagen wir mal, vom Thema überrascht…Ihr wisst ja alle, oder doch zumindest die meisten, dass es innerhalb des SCV 24 Regionalverbände gibt, in dem unser EJC einer der größten und was die Aktiven angeht sogar der größte ist. Der SCV wünschte sich nun aus diesen besagten 24 ganze 8 Regional-Verbände zu machen. Die Gründe dafür sind äußerst vielfältiger Natur, wie z.B. dass nicht mehr alle Ämter besetzt werden können, eine große Unübersichtlichkeit, Verbände erstrecken sich über mehrere Landkreise und gar Regierungsbezirke, etc. In Arbeitsgruppen, welche sich aus den u.U. künftig zu fusionierenden Verbänden bildeten, sollten erste Überlegungen zur Strukturreform erarbeitet werden. Es wurde heiß und zum Teil hitzig diskutiert. Zur Überraschung der Macher vom SCV einigte man sich relativ schnell und mit großer Mehrheit darauf, dass neu gebildete Chorverbände sich an den Landkreisgrenzen orientieren sollten. Unter dieser Vorgabe würden 10 statt der zunächst 8 geforderten Chorverbände entstehen.

Unserem EJC kommt dies natürlich sehr entgegen. Überhaupt unser EJC. Mehrmals wurde er als gutes Beispiel dafür verwendet, wie die künftigen Verbände aufgestellt sein könnten (z.B. Bildung von Bezirken, Wechsel von Chorverbandstag und Bezirkstagen). Es wurde im EJC in der Vergangenheit vorausschauende Arbeit verrichtet und dafür gebührt allen Verantwortlichen großer Dank.

Derzeit beinhaltet der EJC den kompletten LK Heidenheim und ca. 2/3 des Ostalbkreises. Der künftige Chorverband könnte sich also wie folgt darstellen: Wie gehabt der Landkreis Heidenheim und der komplette Ostalbkreis (ergänzt um den Gmünder Teilbereich). Es gäbe dann eben 5 statt 4 Bezirke. Für die Neugliederung der Chorverbände müssten die bisherigen aufgelöst werden. Neue Namensgebungen könnten ebenfalls notwendig werden.

Der vom SCV vorgeschlagene Rahmen zur Umsetzung der Strukturreform beträgt sportliche vier Jahre. Los geht es am Chorverbandstag des SCV am 25. April 2020 in Riederich. Hier soll der SCV den Auftrag von der Versammlung bekommen die ganze Geschichte voran zu treiben. Apropos Chorverbandstag – selbstverständlich seid Ihr alle hierzu herzlichst eingeladen. Es geht um Eure ureigenen Dinge und da wäre es durchaus angebracht vor Ort zu sein und sich an den Änderungen aktiv mit einzubringen. 

Ihr könnt Euch nun mal „gedanklich“ mit den angedachten strukturellen Veränderungen vertraut machen. Natürlich sind wir seitens des EJC für Eure konstruktiven Vorschläge offen.

Liebe Grüße und an alle ein ganz herzliches Glück auf.

 

Günter Hopfensitz 

Stellv.Vorsitzender